Kiefertherapie

Das Kiefergelenk  (Articulatio temporomandibularis - ATM)
Die beiden Kiefergelenke sind Teile des Kauapparats, dessen Bestandteile eine funktionelle Einheit bilden. Der Kauapparat besteht aus Ober- und Unterkiefer, Kaumuskeln, Zähne und Zahnhalteapparat, sowie Gefässe und Nerven.

Das Kiefergelenk nimmt wegen einiger Besonderheiten eine Sonderstellung unter den Gelenken ein:
•  Das rechte und linke Kiefergelenk können nicht unabhängig voneinander bewegt werden

•  Ähnlich dem Kniegelenk besitzt das Kiefergelenk eine verformbare Zwischengelenkscheibe,
den Diskus.

• Es kann sowohl Dreh- als auch Gleitbewegungen durchführen. Dabei verlässt der Gelenkkopf die Gelenkgrube und kehrt in diese zurück, ohne dass dabei das Gelenk geschädigt wird.
terapia mandibolare  terapia mandibolare 2 
Bei Beeinträchtigungen der Muskelfunktion und/oder Defizit der Mundöffnung ist die temporomandibuläre Beweglichkeit eingeschränkt und kann zu Problemen auf vielen Ebenen führen. Das Beschwerdebild ist auch unter dem Namen Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) bekannt.

 Therapieindikationen

•      Schmerzen um Kiefergelenk und hohe Spannung der Kaumuskulatur
•      eingeschränkte Mundöffnung
•      Knacken / Klicken / Reibegeräusch
•      Schwierigkeiten beim Kauen / Abbeissen
•      Zahnabnutzung,  - wanderung
•      Schluckbeschwerden
•      chronische Kopfschmerzen, Migräne
•      Nackenschmerzen, - steifigkeit
•      Ohrenschmerzen, Gesichtsschmerzen
•      Ohrensausen, Hörverlust, Schwindel

Behandlung von ATM

Der/die Patient/-in erhält anatomisches und funktionelles Wissen um sein persönliches Beschwerdebild besser verstehen zu können.

Manuelle Therapien für Gelenke und Muskeln dienen der Verbesserung der Funktionsfähigkeit des ATMs.

Dem Patienten wird ein Heimprogramm instruiert, damit die erreichten Resultate in den Alltag integriert werden können.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Physiotherapeut, Arzt und Zahnarzt ist für den Erfolg der Therapie ausschlaggebend.

Die Leistungen werden mit einer ärztlichen Verordnung von der Krankenkasse (Grundversicherung) übernommen.